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  1. Barhocker Eiermann SB 68 von Wilde + Spieth

    Designer: Eiermann
    Jahr: 1952
    Preis:   975,00 €

Ein Barhocker-Klassiker von Egon Eiermann. Der stilvolle Barhocker SB 38 ist ein echtes Prestigeobjekt. Der hochwertige Gesamteindruck, von der filigranen Sitzplatte über das glänzend verchromte Gestell, dabei stabil, standfest, edel und leger in fast jeder Haltung und Kleidung zu besitzen. Ob solo an der Bar oder in Kombination mit unserem Bistrotisch, der SB 38 passt immer. Buche schwarz gebeizt, Gestell verchromt, inkl. Gleiter für harte oder weiche Böden, B 47 T 42 Sitzhöhe 81 cm, Gewicht: 10 kg (auch in zahlreichen anderen Ausführungen, Farben oder mit Polster lieferbar - bitte anfragen). 

EGON EIERMANN wird am 29. September 1904 in Neuendorf bei Berlin geboren. Schon bei seinem ersten Bau, dem Umspannwerk der Berliner Elektrizitätswerke AG (BEWAG) von 1929, spielt Egon Eiermann das Formenvokabular durch, auf das er bei seinen Industriebauten immer wieder zurückgreifen wird: klare Kuben, Stahlbetonkonstruktion mit Ziegelverkleidung. 1931 eröffnet Eiermann mit Fritz Jaenecke ein eigenes Büro in Berlin, im selben Jahr tritt er auch dem Deutschen Werkbund bei. In den dreißiger Jahren entstehen, von Mies van der Rohe hoch gelobte, Wohnhäuser.

Während des Zweiten Weltkriegs profiliert Eiermann sich weiter als Industrie-Architekt: Er baut unter anderem das Fabrikgebäude der Degea-AG in Berlin (1938) und die Fabrikanlage Märkischer Metallbau in Oranienburg (1939-1941).

In den Jahren 1949-51 entwirft er die Taschentuchweberei Blumberg im Schwarzwald, ausgezeichnet mit dem Hugo-Härtling-Preis. Eiermann ist Mitbegründer des Rates für Formgebung, für den er 1954 die deutsche Abteilung der Triennale in Mailand gestaltet. Zu den bedeutendsten Bau-Aufträgen der folgenden Jahre gehören Eiermanns Beitrag für die Internationale Bauausstellung, die 1957 im Berliner Hansa-Viertel eröffnet wird und 1958, gemeinsam mit Sep Ruf, der Deutsche Pavillon auf der Weltausstellung in Brüssel. Egon Eiermann entwirft – häufig in Verbindung mit konkreten Bau-Vorhaben – zahlreiche Inneneinrichtungen und Möbel. Auf Studienreisen in die USA 1950 und 1956 trifft er Walter Gropius, Marcel Breuer, Konrad Wachsmann und Ludwig Mies van der Rohe.

Eines seiner bekanntesten Projekte realisiert Eiermann in den Jahren 1957-1963 in Berlin: den Neubau der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Nachdem der ursprünglich geplante Abriss des alten Turmes einen Sturm der Entrüstung in der Bevölkerung hervorruft, lässt er diesen stehen und setzt seine Bau-Komplexe östlich und westlich des Turms. Zeitlich parallel baut er in Baden-Baden sein eigenes Wohnhaus und ein Haus für den Grafen Hardenberg. In diese Zeit fällt auch der Entwurf für die Kanzleigebäude der deutschen Botschaft in Washington D.C., der ihn in den USA berühmt macht und mit dem Architectural Award of Excellence honoriert wird. 1965-1969 entsteht nach Eiermanns Entwurf das Abgeordneten-Hochhaus des Deutschen Bundestages in Bonn.

Neben weiteren Ehrungen erhält Eiermann 1968 den Preis des Bundes Deutscher Architekten und das Bundesverdienstkreuz.

Egon Eiermann stirbt am 19. Juli 1970 in Baden-Baden.

 

 



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